Die Budapester Nachtbusse
sind einmalig, das wissen wir. Aber letzte Nacht bin ich in einer Freakshow gelandet! Eigentlich fing alles ganz harmlos an, ein Auto fuhr vorbei, machte allerhand komische Geräusche und blieb alle 4-6 Meter fast stehen, schien sich im letzten Augenblick dagegen zu entscheiden, nahm all seine verbliebenen Lebenskräfte zusammen und begab sich auf die nächsten 4-6 Meter Strecke. Nichts allzu ungewöhnliches also. Wenige Minuten später ein Fahrradfahrer mit Mountainbike, Kopfhörer in den Ohren, fährt im Stand zum Takt seiner Musik an der Bushaltestelle vorbei. Der Takt immer gleich, sah extrem komisch aus. Da musste auch schon das schwangere Pärchen, das auch dort auf den Bus wartete lachen. Wenige Minuten später, ein weiterer Fahrradfahrer, bei seinem Anblick schreit das schwangere Mädchen lauthals ich innerlich auf vor Verwunderung: Das Fahrrad war an sich ein normales Fahhrrad, nur saß der Fahrer viel weiter oben, also wie bei einem Hochrad. Der Bus hatte zwar bereits Verspätung, aber ich begann insgeheim zu hoffen, er möge sich um einige weitere Minuten verspäten, so gespannt war ich darauf, was als nächstes passieren würde. Mein Flehen wurde erhört, denn wenige Minuten darauf, parkte eine Frau mit ihrem Auto auf dem leeren Parkplatz gegenüber aus und fuhr prompt und mit einigem Karacho gegen den weit und breit einzigen Lampenpfosten, der gut beleuchtet (eben Lampe…) in der Gegend rumstand.
Als ich endlich im Bus und an der Heimathaltestelle angekommen war, ging die Bustür nicht auf, doch das hört sich nach diesen Vorfällen nun wirkich läppisch an!
Feder ohne Vieh
Danksagung
liebes olles Paripa, vielen lieben Dank hierfür:
erre nem számítottam volna, annyira örülök neki – úgy hogy szerintem az élet mégis habostorta! ;)
Paljon kiitoksia!
ich will Nordsee!
was ich absolut nich ausstehen kann I
Ich kann mich genau daran erinnern, es ist eigentlich auch erst einige Wochen her, da hatte ich so wahnsinnig Lust auf Dostojewski. Als ich dann in apeekurs Regallandschaft stand, funkelten mich die roten Buchrücken so verführerisch an, die Entscheidung fiel schnell, es traf Die Dämonen. Und jetzt? Was ist nur los? Dass ich einige Seiten brauche, bis ich mich richtig wohl bei dem Russen fühle, das weiß ich ja schon, ging mir vorher ja schon so, aber mittlerweile bin ich auf Seite 478 und kann nicht weiter. Bisher hatte es sich irgendwann nach der zweihundertsten Seite echt gemacht, von da an hab ichs eigentlich auch verschlungen, doch jetzt is irgendwie wieder die Luft raus. Das ärgert mich. Also muss ich das Buch ärgern und widme mich kurzerhand anderen Tätigkeiten. Ich koche – erstaunlich dass Bohnen mit etwas tomatenmarkähnlicher Schlotze, viel Zwiebel (weil so groß) und Räucherkäse in Streichform so gut zu Herznudeln passen…, anschließend gibts Juha von Kaurismäki und danach gehe ich vollkommen in einem neuen Spielchen auf: ich gehe auf einen Blog meiner Linkliste, von da aus auf einen mir unbekannten verlinkten Blog, dort lese und gucke ich und wiederhole das Spiel und wieder und wieder und immer wieder. Irgendwann stelle ich fest, dass alle die da schreiben Frauen sind. Und Mütter. Zuerst ein misstrauischer Blick Richtung Unterbewusstsein, doch da dämmerts mir plötzlich: Mütter kennen irgendwann hauptsächlich andere Mütter. Eigentlich gar nich so verwunderlich, ich kenn ja auch hauptsächlich Studenten. Spannend ist doch, ob die wirklich alle mal Mutter bzw. Vater werden. Aber all das hat mich auch nicht weitergebracht, der Dostojewski und ich schmollen uns gegenseitig an, ich bin schwächer und gebe in diesem Moment nach und ihm somit eine letzte Chance. Nur noch für heute, maximal 50, okay sagen wir vielleicht maximal 80 Seiten. Danach is Schluss und ich kann mich auf Der Idiot und Die Brüder Karamasow freuen, irgendwann später. Bis dahinhab ich ja gestern für ausreichend Lesestoff gesorgt (Ungarische Buchwoche!).
Und für’s Protokoll: es regnet, mit kurzen zuweilen sehr kurzen Unterbrechungen
Da fällt mir ein, ich hätte sogar fast Fußball geschaut, doch Zsófis Fernseher zeigt nur Gegrissel – ob es je zur Versöhnung kommt zwischen Dostojewskis Dämonen und meinem…?
platzregen
Es geht doch nichts über ein herrlich zelebriertes Sommergewitter! Bei weit, weit geöffnetem Fenster, mit Holunderblütentee auf dem Bett sitzen und lesen… einfach wundervoll! (Ich kann mich bloß nicht daran erinnern, welcher Teufel mich vorhin im Laden geritten hat, dass ich keine Kekse gekauft habe, dabei war abzusehen, dass es gleich losgehen würde mit dem Gewitter und ich hab mich ja auch schon auf die ersten Tropfen auf dem Heimweg gefreut)




