Gestern war ich für ein gemütliches Bierchen in der heimischen Stammkneipe verabredet. Beim familiären Abendessen davor dachte ich schon wehmütig daran, dass ich zu meinen Biers sicher nicht genug Hunger haben würde um eine traditionelle Schinkenkäsetoastoffenbarung dort essen zu können. Als wir dann dort waren, war der Keller wieder zum Raucherlokal geworden – nachdem die Raucher ja ungefähr ein Jahr vor die Tür verbannt worden waren. Immerhin ein Fortschritt, dachte ich, dass der Wirt jetzt bezüglich seiner eigenen Kneipe auch selbst entscheiden kann. Mein Schulfreund hatte natürlich auch ein Schinkenkäsetoast im Sinn und als er es bestellte bekamen wir zur Antwort ‘Tut mir leid, aber das darf ich ja nicht mehr, wenn hier geraucht wird.’ Aha. Naja, hauptsache der Umsatz stimmt und den scheinen ja eindeutig die Raucher zu liefern. Und schlank macht’s ja auch.

16.02.2009

zu alt

Nachdem mich ein Tag voller Kindergeschrei und umherhüpfender pinker und rosa T-shirts, Röcke, Schals & Co auf allen fünf Hüpfburgen, der Kartbahn, der Trampolinanlage usw. derart geschlaucht hat, dass ich gestern einen Tag der ausschliesslichen Erholung benötigte, stelle ich nun fest: Ich bin zu alt für Kindergebrutstage geworden! Diese Kopfschmerzen, dieser Dämmerzustand in den mein Körper bereits nach vier Stunden verfiel (und abends dann noch mit dem Auto voller Kinder über Autobahn und Landstraße zurück nach Hause, puh!) – das ertrag ich einfach nicht mehr. Unser Geburtstagstisch befand sich auch noch in direkter Nachbarschaft zum Bällchenbad, was bedeutet, dass man einem ständigen Krieg beiwohnen musste, der dort von den wechselnden Kleingrüppchen verschiedenaltriger Kinder mit größter Hingabe und Inbrunst am laufenden Band inszeniert wurde. Dank meinem noch rudimentär arbeitenden Reaktionsvermögen haben wenigstens wir keine Bälle gegen Nasen, Brillen, Hinterköpfe etc. abbekommen. Aber viele der Kinder im und um das Schlachtfeld Bällchenbadareal – und die haben dann immer lautstark das Kreischen angefangen. Aber heute fühl ich mich regeneriert und blicke optimistisch auf die neue Woche – heureka!

13.02.2009

Urlaub

Der erste Sauergespritzte rann die Kehle herab & der zweite folgt sogleich – schließlich brauche ich ja Stärkung für den Besuch im Takkatukkaland morgen. Mein Status als Kind, bei dieser Veranstaltung hielt etwas ungemein positives bereit: wie ich heute erfahren habe, wird für die erwachsenen Begleitpersonen kein Mittagessen einkalkuliert – aber jedes Kind bekommt sein Tellerchen Chickennuggets :)

11.02.2009

ich fühl mich

Jimmy

11.02.2009

zu Kreuze kriechen

Absoluter Wahnsinn ereignet sich ja erfahrungsgemäß während des Ausübens augenscheinlich simpler Tätigkeiten. Wie zum Beispiel beim Unterschreiben eines Vertrages in sechsfacher Ausführung. Schlimm genug, dass ich mich allein dafür (ok, die überfälligen Bücher hab ich dann nebenbei eben auch gleich der Bibliothek zurück gegeben) durch den Schneesturm zur Uni kämpfe mit der Metro fahren lasse. Angekommen schaut die Kereszt néni so, als hätte sie mich noch nie im Leben gesehen. Ich weise freundlich lächelnd darauf hin, dass ich zum Unterschreiben gekommen bin. Sie mault zurück, dass ich am Freitag kommen soll. Ich sage noch beherrscht aber mit bestimmt kraftvoller Stimme, dass wir vor zwei Tagen aber vereinbart haben, dass ich heute vorbeikommen soll (ihre Bitte, nicht mein Wunsch!) um zu unterschreiben und dass ich allein deswegen heute ins Institut gekommen bin. Sie bittet pampig um ne Viertelstunde Bearbeitungszeit. Ich lasse mich also von der weltbesten Chefin ein bisschen aufmuntern indem ich mir ihre letzten AbentUngeheuerlichkeiten mit der lieben Kereszt néni erzählen lasse und im Handumdrehen lächle ich wieder fröhlich, obwohl die liebste Chefin mit dem Kollegen zum Mittagessen verabredet ist und mich in der Höhle Hölle des absoluten Wahnsinns zurücklassen muss. Ich lese Proust und als die Schritte nicht über den Gang an mir vorbeitappen, sondern tatsächlich zu mir finden, ist eine dreiviertel Stunde vergangen und der Vertrag wedelt vor meiner Nase hin und her. Die liebe Kereszt néni hat in 10 Minuten Feierabend & sich um einige bereits abgearbeitete Stunden zu meinen Ungunsten verrechnet. Ich weise sie freundlich darauf hin, sie verschwindet und zählt von vorne meine Stunden nach. Ich warte. Ich entdecke einen weiteren Fehler in einem von mir zu unterschreibenden Wisch, meine alten Stunden aus 2008 betreffend; ich will ihr hinterher, damit sie das auch gleich ändert doch sie ist zwar nicht zum 3. Mal auf Toilette, allerdings am Telefonieren. Ich warte. Ich knirsche mit den Zähnen und frage mich was daran so schwierig sein soll, einige Zahlen, genaugenommen eine sieben nach der anderen dazu zu addieren. Mir fällt auf, dass die Tür, die die Sicht auf den Flur freigeben würde von ihr geschlossen wurde, als sie zurück in ihr Zimmerlein ging und so überlege ich, ob es ihr tatsächlich an derartiger Dreistigkeit zu unterstellen sein kann, dass sie jetzt sang- und klanglos einfach nach Hause tippelt. Zehn Minuten nach ihrem Feierabend kommt sie doch noch herein. Der Vertrag ist ok, ich weise auf den anderen Fehler hin, sie verschwindet. Binnen Sekunden hab ich meine sechs Unterschriften gesetzt, gehe über den Flur – begrüße die Chefin, die vom Mittagstisch zurück ist und leicht verwundert dreinschaut – und will den neu ausgedruckten Wisch über die alten Stunden unterschreiben. K. néni beginnt ihn auszudrucken, ich warte, ich unterschreibe, sie braucht noch ne Unterschrift auf nem dritten Formular, ich warte, sie druckt, ich warte, ich unterzeichne. Sie zählt alles nochmal genau nach. Zum Abschied ist sie so freundlich mir tatsächlich zu versprechen, dass sie sich darum kümmere, die Sachen zu bearbeiten. Ach, wie nett, Danke! Früher, ja da dachte ich noch für sowas sei die K. néni da, aber mittlerweile habe ich einiges dazu gelernt, wenn es darum geht, zu Kreuze zu kriechen. Ich warte dann mal auf die Bearbeitung…

PS: Neues von der K. néni gibt es frühestens in anderthalb Wochen, altes gibt es zum fröhlichen (schauerlichen?) Nachlesen.

06.02.2009

Danke,

dass die Stadt, in der ich lebe, für mich entscheidet, ob ich in der Metro Alkohol konsumiere oder nicht. Wieder eine lästige Entscheidung, die mir kleinem unmündigen Bürgerlein fürsorglich abgenommen wird.

03.02.2009

Baby-Tragetasche

Heute, nachdem ich seit über einem Jahr schon endlich mal ne Tasche für das Baby, meine Kamera, kaufen wollte stand ich tatsächlich vor einem überaus netten Schnäppchenangebot und habe natürlich prompt spontan zugegriffen.

Ich habe eine Baby-Tragetasche – ab sofort wird das Baby täglich mit rumgeschleppt, juhuu!

*hüpft im Freudenskreis

02.02.2009

Rätsel

Nachdem ich mich endlich aus den Fängen des Stress und der Krankheit herausgewunden habe, geht es hier auch mal weiter. Mit etwas Interaktivem – schnipp!

Was ist das?

  • steigert das Wohlbefinden
  • verwöhnt Haut und Sinne
  • für weiche und geschmeidige Haut
  • schmeckt lecker

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