Wer hat damit eigentlich angefangen?
Und wo führt das noch hin?
Mir bleibt nur, meine heutigen empirischen Belege anzuführen: von Nord nach Süd durch ein südliches deutsches Bundesland mit dem Zug getuckert und insgesamt weniger Schnee gesehen als in einer Stunde Deichspaziergang Ende vergangener Woche (und da sind alle unbehelligt mit dem Auto oder Fahrrad rumgefahren und gehamstert wurde erst recht nicht). Verspätung gab es lediglich aufgrund einer Signalstörung, was ich als Normalzustand bezeichnen würde.
Nicht ganz so überschwänglich
und glücklich wie im letzten Jahr, viel eher fast erfroren und sehr griesgrummelig kann ich verkünden:

- 13.10.
Das Foto ist aus dem vergangenen Jahr, nur um nochmal deutlich zu machen, dass der 13.(!)10.(!) nicht der richtige Tag für den ersten Schnee ist. Schon gar nicht hier. Hat es in Finnland überhaupt schon geschneit? Ist es dort womöglich auch noch wärmer als hier?
merke:
wird der King of Pop beerdigt fahre den ganzen Tag mit weit geöffneten Fenstern und voll aufgedrehter Anlage ständig um den Block und spiele all seine großen Hits in der Endlosschleife!
metrofood
Wenn man sich nur deshalb schnell ein belegtes Brötchen kauft – ohne eigentliches Hungergefühl – , damit man es in der Metro auf dem Heimweg schonmal essen kann, um nicht zu Hause die Zeit damit zu vertrödeln, sich was zu Essen zu machen, das dann zu essen und später wieder ein Messer mehr abspülen zu müssen, dann, ja dann hat man wirklich genug mit seiner Arbeit zu tun. Sport fällt dann heute aus, verzeih mir’s der Rücken nochmal.
phistame goes metal
Mein erstes Heavy Metal Konzert erlebte ich an diesem Wochenende. Die erste Band spiele Blues-Metal, danach werde es dann heavy – so viel zu meinem Informationsstand vor Konzertbeginn. Da dachte ich noch “Gut, dann genieße ich Band Nr. 1 und schöpfe daraus Durchhaltevermögen für Band 2 & 3.” Dann ging’s los: es war laut, aber ich hatte wohlweislich an meine Ohrstöpselchen gedacht. Doch irgendwie fand ich die Musik etwas lahm und langweilte mich ein wenig, also ging ich noch ne Kleinigkeit essen, um pünktlich zum Start von Band Nr. 2 wieder zurück zu sein, schließlich spielt da ein guter Freund Gitarre & singt (grölt?). Mag sein, dass mich die erste richtige Mahlzeit des Tages auch etwas belebte, doch ich muss sagen, dass ich die Musik, als sie mit der zweiten Band zackiger wurde gleich viel besser fand. Es hat mir wirklich gut gefallen, die Musiker waren alle gut, der Gitarrist der dritten Band war sehr gut, das Zusammenspiel der Gitarren der zweiten Band immer sehr gut gelungen, nur der Schlagzeuger der letzten Band überzeugte nicht so enorm. Nach drei Stunden hatte ich zwar genug davon, aber zwischendurch war ich wirklich verblüfft, wie gut ich es fand. Metal? Gerne wieder – so in einem Monat!
Eine Frage bleibt jedoch offen: werden die Metaler in zwanzig Jahren große Schwierigkeiten mit ihren Halswirbeln haben oder trainiert das Headbangen die Nackenmuskulatur so sehr, dass die Wirbel ab dem soundsovielsten Konzert nicht mehr darunter leiden?
Sollbruchstelle?
So ein kleiner feiner Rohrbruch, hebt einen Donnerstagmorgen doch von all den anderen Donnerstagvormittagen ab… Schiff ahoi!
Edit:
Wie beunruhigt sollten wir sein, ob der Tatsache, dass das Wassergetropfe von der ersten Etage ins Parterre durch die Wandtapete plötzlich aufgehört hat? Wo sammelt sich das entweichende Wasser nun??? Vielleicht zwischen der Mauerwerkdecke und der darunter befestigten Holzverkleidung? – Es bleibt spannend!
die erste Woche
und ich bin so müde! o, und es ist erst Halbzeit heute… Ich verbuch es einfach unter Frühjahrsmüdigkeit und setz mich gleich wieder an den Schreibtisch, immerhin gibt es heute Abend Radnóti. Gibt es eigentlich eine bewährte Methode, mit der sich vergessene Russischvokabeln während des Schlafens lernen lassen?
Kilenc kilométerre innen égnek
a kazlak és a házak,
s a rétek szélein megülve némán
riadt pórok pipáznak.
Itt még vizet fodroz a tóra lépő
apró pásztorleány
s felhőt iszik a vízre ráhajolva
a fodros birkanyáj.Cservenka, 1944. október 6.
So.
Urlaub – ich bin dann mal weg. :)
Rauchst du noch oder isst du schon?
Gestern war ich für ein gemütliches Bierchen in der heimischen Stammkneipe verabredet. Beim familiären Abendessen davor dachte ich schon wehmütig daran, dass ich zu meinen Biers sicher nicht genug Hunger haben würde um eine traditionelle Schinkenkäsetoastoffenbarung dort essen zu können. Als wir dann dort waren, war der Keller wieder zum Raucherlokal geworden – nachdem die Raucher ja ungefähr ein Jahr vor die Tür verbannt worden waren. Immerhin ein Fortschritt, dachte ich, dass der Wirt jetzt bezüglich seiner eigenen Kneipe auch selbst entscheiden kann. Mein Schulfreund hatte natürlich auch ein Schinkenkäsetoast im Sinn und als er es bestellte bekamen wir zur Antwort ‘Tut mir leid, aber das darf ich ja nicht mehr, wenn hier geraucht wird.’ Aha. Naja, hauptsache der Umsatz stimmt und den scheinen ja eindeutig die Raucher zu liefern. Und schlank macht’s ja auch.
Metroansichten
Heute im Untergrund bemerkt: mir gegenüber ein Mann mit einer Zeitung des Typs wenige aber große Buchstaben & viel Bild die wie folgt betitelt war: Die Krise macht uns krank. Mir schräg gegenüber eine Frau mit einer Zeitung, die die auf der Landkarte unten liegende Hälfte des Landes im Namen trägt und dort steht neben dem Leitartikel: so gesund kann die Krise sein. Auf meinem Gesicht zu lesen: ein Schmunzeln. Auch zum Schmunzeln, wie das kleine Mädchen am Bahnsteig gegenüber ihrem großen Bruder zuwinkt und neben der anfahrenden Metro herläuft, als handle es sich um eine Bahnhofsabschiedsszene.

