08.03.2009

Vorsicht: Genus

Lieber phistame,

XY gratuliert heute von Herzen allen Frauen zum Internationalen Frauentag…

Bei uns kommt der Nikolaus am 6. abends, wenn es dunkel ist (und hoffentlich draussen schneit). Das liegt daran, dass er jahrelang wirklich zu uns ins Wohnzimmer kam, aus seinem goldenen Buch vorlas, ich mich tierisch vor ihm erschreckte und in die schützenden Arme meiner Mama flüchtete, er aus dem großen Jutesack Geschenke für mich zauberte (Eltern, Paten, Großeltern hatten ihm das zugesteckt, wie ich mittlerweile vermute) und dann verabschiedete er sich mit erhobenem Finger, damit ich auch im nächsten Jahr schön brav sei. Einmal hatten meine Eltern die tolle Idee, das alle zusammen bei ihren Eltern gemeinsam feiern könnten. Nun leben meine Großeltern mütterlicherseits in einem Dorf, in dem auch der Knecht Ruprecht (bairisch der Krampus) mit dem Nikolaus unterwegs ist. Der hat mich dermaßen verstört und ich hatte solch große Angst, dass es mich recht gewesen wäre, die beiden wären mit Sack und Pack wieder verschwunden, hätten auch die Geschenke wieder mitgenommen, wenn mir diese grausige Gestalt bloß nix tut (dabei war der nichmal annähernd so schlimm wie die typische bayrische Folterversion). Mein großer Cousin war aber ganz mutig – und wie ich fand doch etwas zu spitzbübisch vorlaut – und so beschäftigte sich der Knecht Ruprecht eher mit ihm (der merkte wohl auch, dass ich kreidebleich mit Tränen in den Augenwinkeln bibbernd im hintersten Winkel der Küche auf der Eckbank mich zu verstecken suchte) und am Ende lief alles soweit gut und wir bekamen auch diesmal (brav wie wir ja immer waren ;) ) unsere Presente überreicht.
Viel angenehmer war da doch der Nikolausausflug zur Schwester meines Vaters in einem anderen Jahr, denn da lag Schnee, der Nikolaus kam mit zwei goldglitzernden Engelchen in einem Pferdeschlitten (so richtig mit Kufen, über die verschneiten Straßen!) angereist und das war einfach unglaublich märchenhaft schön. Seit einigen Jahren (als auch die jüngste von uns bemerkt hatte, dass dieser Mann unterm Kunstbart Papas Feuerwehrkumpanen verdammt ähnelte) kommt er nich mehr persönlich rein in die gute Stube, sondern füllt die Stiefel, die auf der Treppe oder im Hof bereitstehen. Doch klopft er jedesmal kräftig an die Türe, als Zeichen dafür, dass es jetzt soweit ist. Merkwürdigerweise hört die Mama das immer als erste, obwohl sonst meine Schwester und ich die spitzesten Ohren in der Familie haben…

17.11.2008

ich muss euch sagen

es weihnachtet und christbäumet sehr! Heute war es soweit, (wurde es wohl Zeit?) vor dem Rathaus wurde der Stadt-Weihnachtsbaum aufgestellt. Weil die Großstädter vielleicht keine eigenen tollen Bäume haben und die Bad Reichenhaller vielleicht Platz für ne neue Eishalle benötigen, kommt der Baum gar net aus Minga. Aber es könnten auch zwei Stadtgeburtstage als Anlass hergenommen worden sein (was aber bekommt Bad Reichenhall dann von “uns”?). Zur schönen Einstimmung auf’s Fest der Liebe gleich ein tagesaktuelles Bild vom großen Nadelmann und für ganz arg Neugierige Interessierte gibt es hier ein Video.

*markiert schonmal den 17. November 2009 im Terminkalender, um auch etwas vom Alpenstöffchen abstauben zu können, bei der nächsten Baumaufstellung

Ach ja, in zwölf Tagen geht dann der Rummel los, kauft lieber vorher schonmal was ihr nicht lassen könnt an Marienplatz und Umgebung ein, das Rumgeschiebe und Übernhaufenrennen Spektakel dauert dann erstmal sechs Wochen. Aber: ein schneidiger Baum!

Ein eigenmächtig verlängertes Wochenende ist doch das schönste Wochenende, das wo gibt! Vor lauter Beschwingtheit hab ich dann heut auch gleich das erste Weihnachtsgeschenk gekauft (von drauß von der Innenstadt komm ich her und muss euch sagen die andern Leut kauften der Geschenke noch viel mehr!). Jetzt wird noch schnell der Rucksack bepackt, dann ein tiefes Schläfchen und morgen fix bei der Post und beim Buchhändler vorbeirauschen und dann heißt es auch schon Eisenbahn ahoi! tuckedituck! Meinen live-Bericht vom drittgrößten Volksfest der Welt dürft ihr derweil voller Spannung erwarten.

*erstellt den Kalte-Markts-(Zeit)Plan der leckersten Leckereien und Riesenradfahrten
**kann vor Kribbeligundhibbeligkeit nich schlafen

06.10.2008

die gute alte Zeit

So wohl ich mich auch fühle in unserer Welt des Fortschritts und der Technik, manchmal da könnt ich doch schier wahnsinnig werden. Klar, es gibt Sachen, die die Welt nich braucht, dann gibt es Sachen die ich nicht brauche, andere Dinge sind toll (z.B. Photoshop, aber dazu erst in ein paar Tagen mehr…). Problematisch wird es allerdings, wie ich feststellte, wenn man Briefe schreiben möchte. Ich hatte, aus meiner Kindheit und Jugendzeit herüber gerettet noch einige Bögen Briefpapier mit schönen Umschlägen dazu. Mittlerweile ist dieser Fundus erschöpft und ich brauche folglich viele neue Briefpapiersorten. Ich kann ja nich ständig gleichaussehende Briefe verschicken. Das ist so langweilig für den Empfänger wie für den Absender. Doch woher bitte bekomme ich schöne Briefpapierbögen? Immer dieses marmorierte Einheitsbreipapier überall – das kann man doch nich ernsthaft verkaufen wollen. Schlicht und weiß ist natürlich stilvoll elegant aber eben auch irgendwann langweilig. Ich will in meinen Briefen Farben und Muster! Was kann ich da tun? Wohin muss ich pilgern wenn der Zeitschriftenladen von nebenan und das Großstadtwarenhaus keine passenden Angebote führen?

*ratlos

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29.09.2008

Sonntagsfilm

Das war ja ein wirklich grandioser Tatort gestern! Batic und Leitmayr – spitze, die mag ich!  Komisch war’s nur, als sie die Ludwigstraße gleichzeitig in beide Richtungen gefahren sind…

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