12.11.2008

kleine Vorbilder

Vor knapp zwei Wochen demonstrierte die Münchner Studentenschaft getreu dem Motto ‘Kick it like Hessen!’ gegen Studiengebühren. Heute sind die Schüler der Stadt zur Uni gekommen um gegen G8, und für gebührenfreie Bildung zu kämpfen. Und ich muss sagen: die Schüler haben wesentlich mehr Elan und Kraft und vermitteln den Eindruck, es wirklich ernst zu meinen und machen ein ordentliches Rambazamba hier vorm Fenster und erfreulicherweise sind die Parolen sinnvoll und gut gewählt. Nehmen wir diese jungen Menschen da draußen doch derweil als große kleine Vorbilder und freuen uns darauf, sie auch bald bei uns an der Uni zu haben (vielleicht ja bereits wieder für umme…)

25.10.2008

fröstelchen

Gestern Abend zum ersten Mal den Wintermantel hervorgekramt um unverfroren zur Autorenlesung und wieder zurück zu gelangen. Eine Mütze hätte ich allerdings auch gebrauchen können…
Wie wäre es mit einer Abstimmung zur Sinnlosigkeit und absoluten Überflüssigkeit des Winters? Um das erwünschte ein repräsentatives Ergebnis zu erlangen, sind all jene stimmberechtigt, welche Kälte, Schneematsch, nasskalte Füsse, die stickige Pestluft in überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln und Hörsäälen ohne Fenster, alle Klammottenschichten ab der dritten “Zwiebelhaut”, rote Nasen, rissige Haut im Gesicht, an den Händen und den Beinen, Schnee, der nicht an Weihnachten fällt, Schnupfen, Husten, Skilaufen, Radfahren auf vereisten Radwegen und zugefrorene Schlösser so sehr hassen wie ich. Es ist doch wirklich unglaublich, dass der Sommer höchsten zwei Monate, der Frühling immerhin drei und der Herbst bloß ein bis zwei Monate dauern, während der Winter dafür gleich mal fünf Monate am Stück bekommt. Der Winter gehört abgeschafft! auf drei Wochen reduziert! Während dieser Wochen darf es niemals nicht regnen und nur am Ende, nämlich pünktlich am 24. Dezember schneien. Silvester fällt somit in den Frühlingsanfang, der Mai wird gemeinsam mit Juni, Juli und August zum Hochsommer ernannt, und ab Oktober herrscht bis zum 5. Dezember goldener Herbst; mit einigen Schmuddeltagen, die man zu Hause bei dampfendem Tee und Glühwein mit einem guten Buch verbringt.

*legt sich den Handcrem-Vorrat für die folgenden fünf Monate an

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